Kleinregion: March-Thaya-Auen

Baumkataster

Projektbeginn: 12/2018 Projektende: 12/2019

Beteiligte Gemeinden:

Angern an der March, Drösing, Dürnkrut, Hohenau an der March, Jedenspeigen, Rabensburg, Ringelsdorf-Niederabsdorf

Inhalt/Projektbeschreibung:

Die Kleinregion March-Thaya-Auen verfügt über einen aktuellen Strategieplan, in welchem das Themenfeld Verwaltung und Bürgerservice einen Schwerpunkt darstellt, um eine höhere Ressourceneffizienz und Qualitätsverbesserung durch gemeinsame Kooperationen zu erzielen. U.a. sollen im Bereich der gemeinsam organisierten Grünraumpflege Maßnahmen gesetzt werden. Der Baumbestand der Gemeinden stellt für diese ein sehr wertvolles Gut im Hinblick auf Umwelt und Lebensqualität der Bevölkerung der Region dar.
Für die Bäume auf Gemeindeflächen gilt lt. §1319 des ABGB die Haftung des Baumeigentümers bzw. Wegeerhalters für Verkehrssicherheit. Aus diesem Grund wird die Erstellung eines Baumkatasters als Grundlage für gezielte Pflegemaßnahmen und regelmäßige Kontrollen notwendig. Die Gemeinden der KR möchten die Katastererstellung samt Ersterfassung der rund 3.000 Bäume der Region auf Gemeindeflächen (also z.B ohne Landesstraßenbäume) nicht einzeln, sondern gemeinsam effizient abgestimmt als KR umsetzen.

Ergebnis ist ein regional einheitlicher qualitativ hochwertiger Baumkataster in der KR, der den aktuellen ÖNormen entspricht und einen ökologisch sinnvollen, sicheren Baumbestand in der Region sichert. Weitere Ziele:

- Schaffung eines regional einheitlichen Qualitätsstandards bei den Bäumen (z.B. Vermeiden von Umschneiden aller Bäume "zur Sicherheit" oder umgekehrt mangelnder Pflege in einzelnen Gemeinden)

- gemeinsame Festlegung der Anforderungen/ Erfahrungsaustausch

- Arbeitseinsparung (1 statt 7x Erstellen der Preisanfrage, Projektantenauswahl, etc)

- betreff. Kosten bessere Verhandlungsposition in der Preisanfrage

- gemeinsame Koordination und Datenbankpflege ev. zentral koordiniert oder in gegenseitiger Unterstützung/Erfahrungsaustausch

- ev auch gemeinsame Finanzierung von größeren Erneuerungen.

Aktivitäten/Methoden:

Die Erstellung des Baumkatasters samt Ersterhebung mit Pflegehinweisen erfolgt nach gemeinsamer Auswahl des Projektanten für die gesamte KR nach einheitlichem qualitativ hochwertigem Standard und gemäß ÖNorm L 1122. Die Vorgangsweise ist in allen Gemeinden gleich, die Baumanzahl ist in den Gemeinden unterschiedlich (Kostenschlüssel nach Baumanzahl). Die Dokumentation erfolgt einheitlich für die gesamte Region, gemeindeweise. Dabei werden mit den einzelnen Gemeinden nochmals die genauen Standorte und der genaue Zeitplan je nach Dringlichkeit in der Gemeinde festgelegt. Die Ergebnisse können sowohl gemeinsam als auch einzeln durch die Gemeinden verwaltet bzw. die empfohlenen Maßnahmen umgesetzt werden und stehen den Gemeinden zur Verfügung (GIS-shp-files, Datenbank, Bericht).

Projekterfolg/Empfehlungen:

Es wurden tatsächlich mehr Bäume aufgenommen als ursprünglich von den Gemeinden geschätzt, da auch die grundsätzliche Aufnahme von Jungbäumen für die künftige Weiterführung und Vollständigkeit des Baumkatasters als sinnvoll erachtet wurde.

Es gibt nun einen einheitlichen Qualitätsstandard des Baumkatasters in der KR; Die Erfassung erfolgte georeferenziert in einem digitalen Baumkatasterprogramm mit GIS-Funktion, getroffen wurden Maßnahmenempfehlungen gem. ÖNorm L 1122 (falls für Erhalt / Herstellung der Verkehrssicherheit bzw. für die ökonomisch und ökologisch verantwortliche Entwicklung des jeweiligen Baumes erforderlich). Damit dient der Baumkataster den Gemeinden und den Bauhöfen zur Beauftragung und Pflege bzw. Erhaltung des Baumbestands der Gemeinden. Gegenüber der Bevölkerung ermöglicht er eine transparente, nachvollziehbare Pflege der Bäume. Der einheitliche Standard ermöglicht weiterhin den Erfahrungsaustausch der Gemeinden untereinander.

Die preisliche Gestaltung - Kosten pro Baum - war tatsächlich sehr kostengünstig, wie erhofft durch die gemeinsame Beauftragung der Gemeinden der KR.
Die zentrale Abwicklung des Auftrags über den Regionalen Entwicklungsverein stellte für die Gemeinden eine Vereinfachung dar.

Mit den GemeindevertreterInnen wurde Rücksprache gehalten, wodurch deren Informationsstand bezüglich Bäumen im öffentlichen Raum verbessert wurde..

PROBLEME: keine

WEITERFÜHRENDE AKTIVITÄTEN:
Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen (Baumpflege) bzw. Austragung im Baumkataster

Weiterführende Untersuchungen durchführen

Beauftragung und Durchführung der jährlichen Regelkontrolle

Aufnahme von neuen Bäumen und Baumbeständen (z.B. Neupflanzungen)

Überlegung: gemeinsame Koordination und Datenbankpflege ev. zentral koordiniert oder in gegenseitiger Unterstützung/Erfahrungsaustausch

Kosten und Finanzierung:

Gesamtkosten: EUR  63.563,04  inkl. MwSt.

Förderung:
EUR   15.000,- - Abt. Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten (Fonds für Kleinregionen)

Kontakt zur Kleinregion:

Rathausplatz 1, 2273 Hohenau an der March

Tel. 02535/31161

E-Mail: info(at)marchthayaauen.at

www.marchthayaauen.at

Amt der NÖ Landesregierung - Abteilung Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten | Service & Beratung / Impressum / Datenschutz